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Das sogenannte neue Schloss in Freyenstein

Bei Freyenstein, das 1263 erstmals urkundlich erwähnt wurde, stießen die Sprengel der Bistümer Havelberg und Schwerin, sowie die Gebiete der slawischen Fürsten von Mecklenburg und der brandenburgischen Markgrafen zusammen. In den Fehden der Folgezeit wurde Freyenstein wieder und wieder zerstört.

Die Stadt wurde damals weiter nach Osten verlegt wie aktuelle Grabungen in der Stadtwüstung eindrücklich belegen. 1395 ging der Ort in den Besitz derer von Rohr über, die zu den angesehnsten Geschlechern in der Prignitz gehörten. Damit nahm Freyenstein den Charakter eines adligen Mediatstädtchens an. Um 1600 geriet die Familie von Rohr immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten und sah sich 1620 gezwungen, ihren Besitz für 153.000 Gulden an Georg von Winterfeld zu verkaufen. Mit kurzer Unterbrechung war die Familie von Winterfeld mehrere Jahrhunderte Besitzer der Stadt.

Schwere Zeiten hatte auch Freyenstein im Dreißigjährigen Krieg zu bestehen. 1631 waren zwei Kompanien des kaiserlichen Heerführers Montecuccoli einquartiert. Aber 1647 kam auch noch ein schwerer Stadtbrand hinzu. Der Landreiterbericht zählt nach dem Dreißigjährigen Krieg nur noch 28 Bürger im Städtchen. Um 1900 zählte die Stadt 1473 als recht wohlhabend beschriebene Einwohner, die in keinerlei Untertanverhältnis mehr zum Schlossherren standen. Nach 1945 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Heute findet man im Erdgeschoss die Bibliothek.

Das ältere, östlich gelegene Fragment einer Burg (vor 1567 errichtet) scheint auf den Resten einer mittelalterlichen Anlage erbaut zu sein. Daneben gibt es das weiter westlich gelegene, sogenannte neue Schloss. Dies stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und lehnt sich direkt an das südliche Freyensteiner Stadttor (Wittstocker Tor) an. Der Hauptbau gilt als sehr schlicht, ist aber ob der Trutzigkeit der Anlage mehr als einen Blick wert. Im Inneren findet man große Räume mit Gratgewölben sowie im Ostteil zwei Räume mit Spiegelgewölben. Die Bemühungen der zurückliegenden Jahre haben verhindert, dass aus dem neuen Schloss eine Ruine wurde.

Ein Besuch lohnt sich.

 

Außenanlage

 

Außenanlage 2

 

Detailaufnahme obere Etage Wendeltreppe

 

Detailaufnahmen obere Etage Räume

 

Detailaufnahme Erdgeschoss Gewölbe

 

Detailaufnahmen obere Etage / Räume

 

Detailaufnahmen obere Etage / Räume 2

 

Detailaufnahmen obere Etage / Räume 3