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Ankauf von Objekten für das Museum des Dreißigjährigen Krieges

Wittstock, den 29.11.2010

Vor wenigen Wochen wurden durch ein schwedisches Antiquariat verschiedene wichtige Objekte aus einer bekannten Sammlung in Schweden angeboten, die in Gänze die Sammlung des Museums des Dreißigjährigen Krieges in Wittstock in hervorragender Weise bereichert hätten.

 

Drei der für das Museum besonders interessanten Objekte konnten mit der Hilfe des Fördervereins Museen Alte Bischofsburg angekauft werden. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Articulus-Brief von 1632, eine in Artikel eingeteilte schwedische Urkunde, auf die die Söldner eingeschworen wurden. Dieses schwedische Kriegsrecht umfasst 24 Paragraphen (Titel) und endet mit dem Eid. Angefügt ist die „Königlich Schwedische General- und Obergerichtsordnung“. Dieses Zeitzeugnis wird im nächsten Jahr in der Ausstellung des Museums des Dreißigjährigen Krieges zu sehen und zu lesen sein.

 

Das zweite Highlight, das sich nun in der Sammlung befindet, ist ein Standardwerk jener Zeit. Es handelt sich um „Sechs und Zwanzig Bücher der Schwedisch- und Deutschen Kriegs-Geschichte“ des deutschen Philosophen und Historikers Samuel von Pufendorf aus dem Jahr 1688, in dem auch über die Schlacht von Wittstock von 1636 berichtet wird.

 

Diese Schlacht wurde ein Medienereignis. Eine jener Druckschriften aus dem Jahr der Schlacht von Wittstock 1636, die dies belegt, konnte ebenfalls erworben werden. Es handelt sich um einen Bericht, der die „herrliche grosse Victori [Sieg]“ von Wittstock und den erfolgreichen schwedischen Feldherrn Johann Banér feiert. Auch dieser Bericht wird im nächsten Jahr zu sehen.

 

Der Förderverein unterstützt die Arbeit der Museen Alte Bischofsburg in jedem Jahr auch mit Mitteln zum Ankauf von Objekten. Oft sind es eher kleinere Objekte, die die bereits vorhandene Sammlung ergänzen und vervollständigen.

 

Eine ganze Reihe wichtiger Ankäufe – kleinere und größere – konnten in der Vergangenheit mit der Hilfe von Spenden getätigt werden. Der Vorstand des Fördervereins – gemeinsam mit der Leiterin der Museen Alte Bischofsburg, Antje Zeiger - dankt ausdrücklich allen Spendern und hofft, dass Mitglieder des Vereins, Institutionen, Freunde der Museen sowie interessierte Bürger auch weiterhin wichtige Ankäufe durch ihre Spendenleistung ermöglichen.